Satzung

Vereins-Satzung

I Name, Sitz und Zweck

§1     Name

        Der Verein führt den Namen Bergbauverein Schneeberg e.V.

 §2    Sitz

        Der Verein hat seinen Sitz in Schneeberg. Er ist rechtsfähig durch Eintragung in das Vereinsregister   beim Amtsgericht Aue.

 §3    Zweck

        1. Der Verein sieht seine Aufgabe in

        1.1 der Pflege des heimatlichen Brauchtums und Kulturgutes, insbesondere in der Erforschung des historischen Bergbaus im ehemaligen Schneeberger Bergamts-Revier,

        1.2 der Erfassung und Pflege der ehemaligen Bergwerksanlagen und

        1.3 der Einrichtung und im Betrieb von Besucherbergwerken

        1.4 der Lagerstättenkunde.

        2. Der Verein ist gemeinnützig. Er erstrebt keinen Gewinn.

          Sämtliche Einnahmen des Vereins sind zur Erfüllung seiner Aufgaben zu verwenden. Ansammlung von Vermögen zu anderen  Zwecken ist untersagt.

          An Vereinsmitglieder dürfen keine Gewinnanteile, unverhältnismäßig hohe Zuwendungen bzw. Vergütungen oder ähnliches bezahlt werden.

        3. Der Verein verfolgt keine politischen Ziele. Er ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

II Mitgliedschaft

 § 4 Mitglieder

       1. Mitglied kann jeder werden, der zur Förderung des Vereinszweckes bereit ist.

       1.1 Ordentliche Mitglieder des Vereins sind natürliche Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und juristische Personen,

       1.2 Mitglieder im Alter zwischen 14 und 18 Jahren gelten als Jugendliche,

       1.3 die unter 14 Jahre alten Mitglieder sind Kinder.

       1.4 Personen, die sich um den Vereinszweck besonders verdient gemacht haben, können durch die Hauptversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

 § 5 Aufnahme

       1. Jede Person, die dem Verein beitreten will, hat den Beitritt gegenüber dem Vorstand schriftlich zu erklären.

       2. Jugendliche und Kinder (vgl. §4) haben die unterschriftliche Einwilligung eines Erziehungsberechtigten vorzuweisen.

       3. Die Beitrittserklärung kann durch den Ausschuß innerhalb zweier Monate abgewiesen werden.

          Die Ablehnung ist dem Antragsteller schriftlich mitzuteilen. Sie braucht nicht begründet zu werden.

       4. Mit der Aufnahme unterwirft sich das Mitglied der Satzung des Vereins.

 § 6 Austritt, Ausschluß

        1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluß oder Tod.

        2. Der Austritt steht jedem Mitglied zu Ende des Geschäftsjahres frei. Der Austritt ist dem Vorstand unter Einhaltung einer vierteljährigen Kündigungsfrist schriftlich anzuzeigen.

        3. Der Ausschluß eines Mitgliedes kann vom Ausschuß wegen unehrenhaften Verhaltens,

           wegen wiederholter Verstöße gegen die Vereinssatzung oder wegen Schädigung des Ansehens des Vereins beschlossen werden.

           Der Ausschluß kann durch Streichung aus der Mitgliederliste erfolgen, wenn ein Mitglied mit der Beitragszahlung in Höhe eines Jahresbeitrages im Rückstand ist.

        4. Die Zurücknahme der Austrittserklärung kann im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Mitglied und Ausschuß erfolgen.

        5. Beim Austritt oder Ausschluß eines Mitgliedes erlöschen seine Rechte an den Verein und an das Vereinsvermögen.

            Es bleibt dem Verein für bestehende Beitragsverpflichtungen haftbar. Vereinseigentum ist zurückzugeben.

 § 7 Beitrag

        1. Der Vereinsbeitrag wird von der Hauptversammlung festgesetzt.

        2. Bei der Beitragsfestsetzung wird unterschieden in

        2.1 erwachsene Mitglieder ab 18 Jahren               100%

        2.2 Jugendliche von 14 bis 18 Jahren                    50%

        2.3 Ehepaare                                                   150%

        2.4 Familien                                                     175%

        2.5 In besonderen Fällen kann der Ausschuß den Beitrag ermäßigen oder erlassen.

        3. Der Beitrag ist ein Jahresbeitrag.

        4. Beiträge sind eine Bringschuld. Die Form des Einzuges wird vom Kassier festgesetzt.

        5. Beiträge werden halbjährlich im voraus fällig. Sie sind im ersten Quartal eines jeweiligen Halbjahres zahlbar.

III Organe

 § 8 Hauptversammlung

       1. Die Hauptversammlung ist das erste Organ des Vereins. Sie nimmt folgende Aufgaben wahr:

       1.1 Die Ordnung aller Vereinsangelegenheiten, soweit sie nicht vom Vorstand oder Ausschuß zu besorgen sind,

       1.2 die Ergänzung oder Abänderung der Satzung,

       1.3 die Wahl und Abberufung des Vorstands und der Ausschußmitglieder

       1.4 die Entlastung des Vorstandes,

       1.5 die Festsetzung des Mitgliedsbeitrages,

       1.6 die Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins.

       2. Die Hauptversammlung der Mitglieder findet jeweils nach Ablauf eines Geschäftsjahres im ersten halben Jahr des neuen Geschäftsjahres statt.

          Sie wird vom ersten Vorsitzenden oder von seinem Stellvertreter einberufen. Die Einberufung erfolgt mindestens 10 Tage zuvor durch ortsübliche Bekanntmachung.

       3. Die Leitung der Hauptversammlung obliegt dem ersten Vorsitzenden. Dieser kann in dringenden Fällen die Leitung dem zweiten Vorsitzenden übertragen.

       4. Die Tagesordnung der Hauptversammlung hat zu enthalten:

       4.1 Den Geschäftsbericht des ersten Vorsitzenden,

       4.2 den Kassenbericht,

       4.3 den Bericht der Kassenprüfer,

       4.4 die Entlastung des Vorstandes,

       4.5 die Beschlußfassung über Anträge,

       4.6 die Neuwahlen des Vorstandes und der Ausschußmitglieder in zweijährigem Turnus. Mehrfache  Wiederwahlen sind zulässig.

       5. Die Tagesordnung der Hauptversammlung kann enthalten:

       5.1 Berichte der Fachwarte,

       5.2 Bericht des Technischen Beirats.

       6. Anträge zur Tagesordnung müssen 5 Tage vor der Hauptversammlung schriftlich beim Vorstand eingereicht werden.

          Später eingehende Anträge werden nicht mehr auf die Tagesordnung gesetzt.

          Ausgenommen hiervon sind Dringlichkeitsanträge, die mit Vorgängen begründet werden, welche nach Ablauf der Antragsfrist eingetreten sind.

      7. Eine außerordentliche Hauptversammlung ist abzuhalten, wenn es der Ausschuß oder mindestens ein Fünftel der Mitglieder unter Angabe des Grundes und des Zwecks schriftlich beantragt.

     8. Bei Abstimmungen in einer außerordentlichen Hauptversammlung müssen zwei Fünftel aller Mitglieder anwesend sein.

        Ergibt sich bei den geforderten Mindestzahlen keine Beschlußfähigkeit, so ist innerhalb von vier Wochen eine weitere Hauptversammlung einzuberufen.

        Zur Beschlußfähigkeit dieser Hauptversammlung ist keine Mindestanzahl erforderlich.

    9. Bei der Hauptversammlung ist jedes anwesende Mitglied über 16 Jahre stimmberechtigt. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefaßt. Für Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich. Mitglieder, die sich der Stimme enthalten, werden wie nicht anwesende Mitglieder gerechnet. Die Ausübung des Stimmrechts kann keinem anderen Mitglied übertragen werden.

10. Beschlüsse werden in offener Abstimmung durch Handzeichen gefaßt, wenn kein Mitglied widerspricht. Bei Widerspruch erfolgt die Abstimmung geheim auf  Stimmzetteln.

11. Über den Verlauf einer Hauptversammlung, insbesondere über die Beschlüsse, ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Schriftführer und vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen ist.

        12. Bei jeder Hauptversammlung ist eine Anwesenheitsliste zu führen.

 § 9 Vorstand

       1. Der Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden und seinem Stellvertreter, dem zweiten Vorsitzenden.

2. Dem ersten Vorsitzenden obliegt die Führung und Repräsentation des Vereins. Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich allein. Er leitet die Hauptversammlung und Sitzungen. - Auch der zweite Vorsitzende vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich allein. Im Innenverhältnis ist er jedoch gehalten, den ersten Vorsitzenden nur zu vertreten, wenn dieser verhindert ist.

        3. Zu seiner Unterstützung kann der Vorstand geeignete Mitglieder als Fachwarte beiziehen.

 § 10 Ausschuß

        1. Der Ausschuß besteht aus:

        1.1 dem Vorstand,

        1.2 dem Kassier,

        1.3 dem Schriftführer,

        1.4 den Fachwarten,

        1.5 zwei weiteren von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern.

2. Vorstand, Kassier, Schriftführer und die zwei weiteren Mitglieder werden von der Hauptversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt.

        3. Dem Ausschuß obliegt:

        3.1 Die allgemeine Zielsetzung der Arbeit des Vereins,

        3.2 die Koordinierung der Arbeit der Fachwarte und des Technischen Beirats,

3.3 die Verwaltung des Vereinsvermögens sowie sonstiges Vereinseigentum, soweit diese Befugnisse nicht der Hauptversammlung übertragen sind,

3.4 die Bewilligung von Ausgaben sowie die Bestätigung solcher Ausgaben, die der Vorstand in eiligen Angelegenheiten tätigen mußte,

        3.5 die Festsetzung von Vergütungen und Auslagen im Vereinsinteresse,

        3.6 die Bildung von Abteilungen,

3.7 die Anordnung unvermuteter Kassenprüfungen und der Kassenprüfung vor der Hauptversammlung, sowie die Benennung der Kassenprüfer,

        3.8 die Beschlußfassung über die Nichtaufnahme und den Ausschluß von Mitgliedern,

        3.9 die Zustimmung zur Tätigkeit einzelner Mitglieder nach außen,

        3.10 die Entscheidung über Veröffentlichung von Forschungsergebnissen.

4. Der Ausschuß hält nach Bedarf, mindestens aber zwei Mal im Jahr Sitzungen ab. Sie werden auf Anordnung des Vorstandes vom Schriftführer einberufen. Auf schriftlichen Antrag von zwei Ausschußmitgliedern muß der Ausschuß innerhalb von zwei Wochen einberufen werden.

5. Ausschußvorsitzender ist der 1. Vorsitzende,  im Verhinderungsfalle der 2. Vorsitzende. Sie können von den Ausschußmitgliedern in der Reihenfolge vertreten werden, wie sie in Absatz 1 aufgeführt sind.

        6. Der Ausschuß ist nur bei Anwesenheit von mindestens vier seiner Mitglieder beschlußfähig. Die Beschlüsse des Ausschusses werden mit einfacher Stimmenmehrheit entschieden. Bei Uneinigkeit entscheidet die Stimme des Ausschußvorsitzenden.

        7. Scheidet während der Wahlperiode ein gewähltes Mitglied aus, so wird es durch Zuwahl vom Ausschuß ersetzt. Beim Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes wählt der Ausschuß für den Rest des Geschäftsjahres ein neues Vorstandsmitglied. Nach Ablauf des Geschäftsjahres muß dann eine Hauptversammlung mit Wahlen durchgeführt werden.

      8. Ehrenmitglieder werden vom Ausschuß der Hauptversammlung vorgeschlagen. Der Vorschlag muß innerhalb des Ausschusses einstimmig beschlossen werden.

IV Sonstiges

§ 11 Technischer Beirat

      1. Der Technische Beirat leitet und überwacht den Ausbau und Betrieb der Bergwerke. Er berät die Vereinsorgane in technischen Fragen. Entscheidungen, die den Organen vorbehalten sind, legt er diesen zur Beschlußfassung vor.

        2. Der Technische Beirat besteht aus:

        2.1 Der jeweiligen Aufsichtsperson laut Betriebsplan,

        2.2 der jeweiligen weisungsbefugten Person laut Betriebsplan,

        2.3 einem vom Ausschuß benannten Ausschußmitglied,

       2.4 bis zu vier weiteren vom Ausschuß berufenen Mitglieder, die über entsprechende technische oder handwerkliche Sachkenntnis verfügen.

3. Der Technische Beirat hält Sitzungen nach Bedarf. Sie werden vom Vertreter des Ausschusses einberufen und geleitet.

       4. Der Technische Beirat kann weitere sachkundige Personen zu seinen Sitzungen einladen. Er kann Gutachten erstellen lassen.

 § 12 Abteilungen

Die Bildung von Fachabteilungen ist möglich. Aufgaben und Tätigkeitsbereich von Abteilungen ist vom Ausschuß zu regeln.

 § 13 Vermögen

        Die Verwaltung des Vereinsvermögens obliegt dem Ausschuß.

 § 14 Sammlungen

        Die bei der Vereinsarbeit getätigten Funde und erarbeitete Forschungsergebnisse gehen in das Eigentum des Vereins über.

 § 15 Geschäftsjahr

       Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr beginnt am Tag der Eintragung in das Vereinsregister und endet am 31. Dezember desselben Jahres.

 § 16 Auflösung

      1. Die Auflösung des Vereins kann in einer Hauptversammlung beschlossen werden, auf deren Tagesordnung die Beschlußfassung über die Vereinsauflösung angekündigt ist.

       2. Der Beschluß über die Auflösung bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder.

3. Für den Fall der Auflösung bestellt die Hauptversammlung zwei Liquidatoren, welche die Geschäfte des Vereins abzuwickeln haben. Die Hauptversammlung beschließt über die Verwendung des nach Abzug der Schulden noch vorhandene Vereinsvermögen für steuerbegünstigte Zwecke im Sinne des § 3 dieser Satzung. Durch die Arbeit des Vereins entstehende Sammlungen gehen in den Fundus eines öffentlichen Museums über. Historisch-wissenschaftliche Forschungsergebnisse werden einem Archiv zur Verfügung gestellt. Beschlüsse über die Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

       4. Absatz 3 gilt auch bei Aufhebung des Vereins oder Wegfall des bisherigen Vereinszweckes.

 § 17 Inkrafttreten

    Diese Satzung wurde in der Gründungsversammlung am beschlossen. Sie ist am gleichen Tag in Kraft getreten.

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